Oldschool SEO: (Back-)links und Content. Repeat.

Lange Zeit gab es außer Backlinks und Keyword-gespickten Inhalten keine weiteren Rankingfaktoren deren Bedeutung fürs Ranking es rechtfertigt hätte, sie weiter zu beachten. Zwar lautet das Mantra von Google seit jeher „Produziere coole Inhalte für deine menschlichen Besucher, nicht für die Crawler von Google, und die Backlinks werden ganz von alleine kommen.“

Weiter von der täglichen Arbeit eines SEOs „back in the days“ weg könnte der Satz allerdings nicht sein, denn die typische Top 1-3 rankende Seite zu der Zeit sah wie folgt aus: Das Linkprofil bestand häufig ausschließlich aus Profillinks (Programme wie xRumer registrierten automatisch Millionen von Nutzerprofilen in Foren / Communities, in denen für andere User und die Spider von Google ersichtlich Backlinks zur eigenen Website platziert werden konnten) oder Links in Form von Blogkommentaren (Scrapebox) oder Bookmarks (Bookmarking Demon). Die Inhalte auf den Webseiten mit dem meisten Besucherverkehr waren bestenfalls „merkwürdig“ zu lesen und dem nicht-SEO-affinen Internet-User von damals muss es vorgekommen sein, als wäre der IQ der restlichen Internet-User um Einiges niedriger als die Verstandeskraft „normaler“ Menschen im Real Life. Sind wir Mal ehrlich: Weite, prominente Teile des Internets waren eine qualitative Müllhalde. Automatisch übersetzte Webseiten nahmen regelmäßig Positionen für Top-Keywords ein & als SEO fühlte man sich stets wie der Staatsfeind Nr. 1, wenn man sich für seine tägliche Arbeit zunächst hinter tausend Proxy-Servern verstecken musste, um Google keine Footprints zur eigenen SEO-Arbeit zu hinterlassen. Was für herrliche Zeiten es doch waren! Wer sich mittels Alexa eine Liste der 2007 am besten rankenden Seiten zieht und diese durchs Wayback Archive jackert, wird aus dem Staunen nicht mehr rauskommen. Ja, das ist unser Ernst! Mit solchem Stuss konnte man damals noch ranken. Dann kamen Panda, Pinguin und irgendwann nur noch zahllose namenlose Phantome und rüttelten ein Mal richtig heftig die SERPs durch. Algorithmen wurden dank der täglich steigenden Datenmenge, die Google und Co. seit der Marktfähigkeit internetfähiger Mobiltelefone über die Handys der Menschheit plötzlich anzapfen konnte, und der Fähigkeit zum eigenständigen Hinzulernen immer schlauer und sitzen mittlerweile in Form von Amazon Echos in unseren Wohnzimmern und belauschen uns rund um die Uhr.

Dafür hat sich aber Eines zum Positiven geändert: Die Inhalte im Web sind wieder lesbar! Nicht alle, mitnichten, und es lässt einen auch das mulmige Gefühl nicht los, dass selbst alternative Quellen wie die TAZ mittlerweile mit Programmen arbeiten, die zumindest die klickversprechendsten Headlines errechnen und dem Autor ggf. einzelne „Versatzstücke“ und „Formulierungshilfen“ an die Hand geben. Aber wir können wieder einen Fachartikel lesen, ohne direkt aus dem Fenster springen zu wollen.

Und weil Inhalte plötzlich nicht mehr nur von ein paar wenigen auserwählten Webmastern veröffentlicht werden, die mit HTML Code zurechtkommen und wissen, wie man einen FTP-Client nutzt, sondern von Gott und der Welt dank kostenloser Mini-Blogs, Facebook Gruppen und Seiten etc. (also kurz: Dem „Web 2.0“), hat sich auch die Chance auf Backlinks und viralen Traffic erheblich verbessert – sofern man mit Inhalten aufwartet, die echte Menschen zum Teilen in ihren privaten Netzwerken ermutigen. Je nach Zielgruppe kann das ein Kinderspiel oder eine Mammutsaufgabe sein.

Unser klassische SEO-Beratung umfasst die beiden Bausteine „Content“ und „Links“ und eignet sich vor allem für kleinere Projekte, die möglichst schnell Resultate erzielen sollen und in der Entwicklung so günstig wie möglich sein. Bei der klassischen SEO liegt der Fokus bei der Backlink Recherche z.B. einzig und allein auf der Ranking-Power, die ein potentieller Link vererbt, während wir bei der SXO mindestens ebenso viel Wert darauf legen, dass ein Backlink echten Klick-Traffic bringt. Die Übergänge sind bisweilen allerdings fließend.